EVA forschte nach Mitstreitern für den Energiemais

EVA forschte nach Mitstreitern für den Energiemais
EVA forschte nach Mitstreitern für den Energiemais

Das Kürzel „EVA“ steht für „Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands“. Es ist eines der umfangreichsten Förderprojekte der FNR und startete mit EVA I 2005-2009 und ging dann in EVA II über, welches bis Ende 2012 läuft.

EVA I

In sechs typischen Regionen Deutschlands wurden einheitliche Fruchtfolgeversuche für verschiedene Energiepflanzen getestet. Die Regionen repräsentierten die wesentlichen Ackerbauregionen Deutschlands und ermöglichten erstmals in einem bundesweiten und interdisziplinären Projektansatz den Vergleich des Energiepflanzenanbaus bei stark variierenden Klima- und Bodenbedingungen.

Daraus ergaben sich wichtige Fakten und Erkenntnisse für Praktiker, die Landwirtschaft ökologisch verträglich und dennoch nicht weniger gewinnbringend betreiben möchten.

Hier gelagen Sie zur EVA-Projektseite, auf der Ihnen alle Forschungsergebnisse mit den entsprechenden Hintergrundinformationen im Detail dargestellt werden.

Die Gesamtkoordination des Projektes EVA I lag bei der TLL. Die Anbauversuche wurden jeweils von den Landesforschungsanstalten in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchgeführt.

EVA II gestartet

Im direkten Anschluss an EVA I startete das Vorhaben EVA II, das mit 14 Institutionen deutschlandweit die Ergebnisse aus EVA I überprüfen und ggf. absichern wird. Dieses Vorhaben endet 2012.

Mit EVA II wird ein wichtiges Kapitel in der Anbauforschung für Energiepflanzen in Deutschland fortgeschrieben. Das Vorhaben "Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands" (EVA) startete zum Februar diesen Jahres in die zweite Phase. Das BMELV setzt die Förderung des in 2005 begonnenen Verbundprojektes über die FNR bis 2012 fort. EVA II dient in erster Linie der Absicherung und Weiterentwicklung der Ergebnisse aus Phase I. Übergeordnetes Ziel ist und bleibt es, den Energiepflanzenanbau auf ein breiteres Fundament zu stellen, sowohl im Hinblick auf die eingesetzten Arten, als auch auf neue Anbaumethoden. Denn wer Energiepflanzen langfristig, großflächig und umweltverträglich nutzen will, für den sind Diversifizierung und Risikoverteilung wichtige Strategien. Es gilt, möglichst alle Potenziale des Biomasseanbaus auszuschöpfen. Auch wenn Mais bis heute die einträglichste Art für Biogasanlagen ist, könnten zum Beispiel Hirsen, die züchterisch bislang kaum bearbeitet sind, morgen ebenso oder an verschiedenen Standorten sogar noch interessanter sein.

In EVA II werden an verschiedenen Standorten im gesamten Bundesgebiet die bereits bekannten Standardfruchtfolgen und die individuellen regionalen Fruchtfolgen drei weitere Jahre lang angebaut und untersucht. Auch die weiteren Teilvorhaben und Nebenversuche zu den Themen Ökonomie, Ökologie, Biogasausbeute, Bewässerung, Mischfruchtanbau, Faktorminimierung, Erntetermin, Ackerfutter und Zweikulturnutzungssystem laufen, mit einigen Anpassungen weiter.

Neues in EVA II:

  • Als achtes Bundesland beteiligt sich Sachsen-Anhalt mit der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Bernburg als Bördestandort am Anbau der Standard- und regionalen Fruchtfolgen, dem so genannten Grundversuch. Ab 2010 wird voraussichtlich ein derzeit laufendes Fruchtfolge-Projekt der Fachhochschule Kiel in den EVA - Verbund integriert
  • Nordrhein-Westfalen beteiligt sich am Teilversuch 6 zum Zweikulturnutzungssystem. Damit sind insgesamt 9 Bundesländer und 26 Versuchs- und Praxisstandorte ins Projekt involviert.
  • Ein neuer Nebenversuch dient der Optimierung des Einsatzes von Gärresten als Dünger für Energiepflanzen. Parallel werden die ökologischen Auswirkungen der Gärrestausbringung untersucht.
  • Die Nebenversuche zur Produktion von Ackerfuttermischungen finden ab sofort in 5 Bundesländern statt. Auch wird in diesem Zusammenhang die Ansaat von Grünlandmischungen zur Produktion von Biogassubstraten untersucht.

Die Ergebnisse aus EVA I haben zwar noch vorläufigen Charakter, sie können Praktikern aber dennoch bereits interessante Hinweise geben. Diese können in der Broschüre "Standortangepasste Anbausysteme für Energiepflanzen" nachgelesen werden, die auf www.fnr.de im Bereich Mediathek/ Literatur kostenlos zur Verfügung steht.

Den derzeit aktuellsten Zwischenbericht zu EVA I kann man außerdem auf der Seite www.tll.de/vbp als PDF herunterladen.

Flyer zu EVA II

 

Link zu den Förderschwerpunkten.
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